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Die eigene Konzentrationsgrenze herausfinden

Die wenigsten Menschen können sich jederzeit über einen längeren Zeitraum voll auf etwas konzentrieren. Besonders bei unangenehmen Tätigkeiten fällt es schwer, die Gedanken beim Thema zu halten. Der Versuch die Konzentration zu erzwingen, indem man einfach sitzen bleibt, funktioniert selten. Meist endet es damit, dass man sich dauernd selber verflucht, weil die Gedanken schon wieder woanders hinwandern. Weiter bringt einen das aber nicht.

Es gibt für jede/n eine individuelle Grenze, wie lange man sich in solchen Situationen noch konzentrieren kann. Wenn man sich nicht 30 Minuten lang konzentrieren kann, probiert man es halt nur 15 Minuten. Und wenn das auch nicht geht, dann halt nur fünf. Irgendwann wird es klappen, dann kann man es langsam steigern.
Diese Grenze muss aber erstmal erreicht werden. Man sollte mit dem Arbeiten aufhören, sobald die Konzentration nachlässt, nicht erst, wenn sie schon längst weg ist.

Nach jeder (noch so kurzen) Konzentrationsphase muss dann eine kurze Pause zur Entspannung eingelegt werden, in der die Gedanken auch schweifen dürfen. Die sollte dann nicht unbedingt stundenlang dauern, man sollte auch keine "entspannenden" Nebensächlichkeiten wie lesen o.ä. in die Pause legen. Zwei Minuten einfach nur aus dem Fenster schauen ist besser. Wie lange die Unterbrechung sein muss wird man ausprobieren müssen.
Es reicht auch nicht einfach nur schnell das Thema zu wechseln. Nichts tun ist wahrscheinlich das Beste.

Irgendwann ist aber ganz Schluss. Ein Durchschnittsmensch kann etwa sechs Stunden am Tag konzentriert arbeiten, dann lässt die Aufmerksamkeit immer schneller nach. Auch das kann man trainieren und in extremen Situationen deutlich überschreiten. Man sollte aber bei der Planung des Lernens die gegebene natürliche Grenze mit einplanen und im Zweifelsfall die eigenen Ansprüche herunter schrauben.

last changed 2011-03-13; last revision 1999-04-11 © memomo